Im Kunstsommer am Roten Haus 2023 wird SCHRIFT eine Brücke zur Kunst herstellen.
Die Künstlerin Marí Emily Bohley und die Kunstgruppe „Papiergeflüster“, die in Dresden und dem Umland leben und arbeiten, gestalten dieses Jahr den Kunstsommer am Roten Haus in Friedewald.
Die Eröffnung findet am 03.06.2023 statt. Verschiedene Workshops sowie die Ausstellung KunstBEDARF laden bis zum 26.08.2023 zum Ausprobieren und Entdecken ein.
Die Ausstellung im Roten Haus ist jeweils Samstag und Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet.
Nähere Informationen finden Sie auch auf unseren Social-Media-Kanälen.
Weitere Informationen erhalten Sie unter
035207 / 85 40
info@kulturlandschaft-moritzburg.de
Moritzburg Information
Schlossallee 3b in 01468 Moritzburg
03.06.2023 |
Eröffnung Kunstsommer - "KunstBEDARF" |
10.06.2023 |
Workshop "Schachteln in neuem Gewand" |
17./18.06.2023 |
Workshop "KunstBEDARF - Motivation, Inspiration & Reflexion" |
18.06.2023 |
BRÜCKE-Führung |
24.06.2023 |
Konzert mit EneMeneMu |
01/02.07.2023 |
Mitmachangebot Schreiben mit der Spitzfeder
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16.07.2023 |
Workshop - Basteln mit Seifenblasen |
23.07.2023 |
BRÜCKE-Führung |
29.07.2023 |
Workshop - "Frottierte Landschaften" |
29.07.2023 |
Diskussionsabend |
13.08.2023 |
BRÜCKE-Führung |
20.08.2023 |
Workshop - Kleines Künstlerbuch = Handschrift + Balsaholz |
26.08.2023 |
Finissage - Get together, say goodbye |
16.09.2023 |
BRÜCKE-Führung |
23.10.2023 |
BRÜCKE-Führung |
An allen Wochenenden sind die Ausstellungsräume im Roten Haus geöffnet. Die Besichtigung der Werke der Künstler ist jeden Samstag und Sonntag von 11:00 - 17:00 Uhr möglich. Auf Anfrage können individuelle und persönliche Rundgänge mit den Künstlern erfolgen.
Ausstellung mit Arbeiten von Marí Emily Bohley und der Gruppe "Papiergeflüster"
Einführung von Julia Eberth, M.A. Kommunikationswissenschaft
Sphärische Klanglandschaften als Brücke zu kalligrafischen Welten mit dem Duo Landüber - Karl Helbig (Saxophon) und Benni Gerlach (E-Cello)
Der diesjährige Kunstsommer am Roten Haus zeigt von Juni bis August 2023 eine Ausstellung mit Arbeiten von Mari Emily Bohley und der Gruppe „Papiergeflüster“. Dieser Zusammenschluss setzt sich seit vielen Jahren mit Schriftkunst auseinander. Unterstützung erfahren sie dabei in Kursen mit Mari Emily Bohley und anderen Schriftkünstlern. Hier entsteht zwischen Lehrenden und Lernenden, Meistern und Schülern eine Brücke mit fließenden Übergängen.
Solchen Fragen widmet sich der Moritzburger Kunstsommer 2023 nicht nur mit einer Ausstellung und Veranstaltungen mit einer Diskussionsrunde sondern auch in Konzerten und handwerklichen Kursen für Kinder und Erwachsene.
Upcycling heißt das Zauberwort – wir beziehen eine alte Schachtel mit farbigem Papier neu. Der Deckel kann je nach Lust und Laune zusätzlich mit einer Collage aus andersfarbigen Papieren gestaltet werden. Das benötigte Material steht vor Ort zur Verfügung. Für Menschen ab 12 Jahre
max. 8 - 10 Teilnehmer
Teilnehmerbeitrag:
Kinder ab 12 Jahren 10,00 EUR
Erwachsene 15 EUR
Anmeldung erforderlich unter:
info@kulturlandschaft-moritzburg.de oder 035207 - 8540
Wie entsteht KUNST? Kann man sie MACHEN?
Nach einer theoretischen Auseinandersetzung mit Fragen zur Motivation und Inspiration gehen wir zur praktischen Arbeit über. Bei einer Aktion im Freien gestalten wir Blättergroßflächig mit Pinsel und Farbe und verfeinern sie danach mit kalligrafischen Textdetails. Beim Arbeiten spüren wir nach, was uns anregt – die Umgebung, die Natur oder das persönliche Befinden. Die schriftkünstlerischen Ergebnisse werden dann in der Ausstellung „KunstBEDARF“ präsentiert.
max. 12 Teilnehmer
Teilnehmerbeitrag:
90,00 EUR (inkl. Basismaterial)
Anmeldung erforderlich unter:
info@kulturlandschaft-moritzburg.de oder 035207 - 8540
Teilnehmerbeitrag:
15,00 EUR
Anmeldung erforderlich unter:
info@kulturlandschaft-moritzburg.de oder 035207 - 8540
„Wir sind EneMeneMu, fünf Musikerinnen und Musiker. Mit Gitarre, Akkordeon, Klarinette, Percussion, Geige und Flöte spielen und singen wir Lieder, die uns auf unserer musikalischen Reise begegnen und anlächeln: alte englische Tanzstücke, Klezmer, schwedische, mazedonische und deutsche Volkslieder. Mit unserer Musik laden wir euch zum Tanzen und Zuhören ein.“
Eine handgeschriebene Einladung oder Tischkarte bereitet besondere Freude. Mit der Spitzfeder geschrieben können elegante Unikate entstehen. Probieren Sie es aus! Das benötigte Material steht vor Ort zur Verfügung.
Teilnehmerbeitrag:
5,00 EUR/ Stunde
Anmeldung erforderlich unter:
info@kulturlandschaft-moritzburg.de oder 035207 - 8540
Wusstest du, dass du mit Seifenblasen tolles Buntpapier herstellen kannst?
In unserem kleinen Kurs gestalten wir nicht nur Buntpapier, sondern basteln daraus auch dein ganz eigenes unverwechselbares Notizheftchen. Das benötigte Material steht vor Ort zur Verfügung.
Teilnehmerbeitrag:
10,00 EUR
Anmeldung erforderlich unter:
info@kulturlandschaft-moritzburg.de oder 035207 - 8540
Papier, Wolle, Gras, Rinde, u.v.m. kann man rubbeln oder streicheln - Materialkontraste ziehen uns an! Mit der Technik der Frottage, die später gerissen und zerschnitten wird, entstehen Collagen ganz eigener Art. Das benötigte Material steht vor Ort zur Verfügung.
Teilnehmerbeitrag:
Kinder ab 8 Jahren 10,00 EUR
Erwachsene 20,00 EUR
Anmeldung erforderlich unter:
info@kulturlandschaft-moritzburg.de oder 035207 - 8540
"Jeder gehört zu uns, der unmittelbar und unverfälscht wiedergibt, was ihn zum Schaffen drängt." (Ernst Ludwig Kirchner zum Programm der Brücke-Künstler, 1906)
Über professionelle Künstler und Laienkunst, akademisch ausgebildete und autodidaktisch arbeitende Künstler, Abgrenzungen, Wertigkeiten und Rollenzuweisungen diskutieren:
Prof. Elke Hopfe, Grafikerin, em. Professorin der Hochschule für Bildende Künste Dresden
Maja Nagel, Malerin und Grafikerin
Günter Schöttner, Bildender Künstler, Vorstandsmitglied Künstlerbund Dresden
Alexander Lange, Kunstwissenschaftler, Leiter der Stadtgalerie Radebeul
Moderation; Sabine Hänisch, Kulturmanagerin
Musikalische Gestaltung: Sibylle Schulze (Piano) und Prof. Christoph Schulze (Cello)
Anmeldung erwünscht, Tel. 035207 8504
Durch lustvolles Variieren der eigenen Handschrift lassen sich ohne Vorkenntnisse spannende Schriftbilder und reizvolle Strukturen erzeugen. Mittels Balsaholz entstehen grafisch interessante Formen, die das selbst gebundene Künstlerbuch zum Unikat werden lassen. Das benötigte Material steht vor Ort zur Verfügung.
Teilnehmerbeitrag:
Auszubildende 15,00 EUR
Erwachsene 25,00 EUR
Anmeldung erforderlich unter:
info@kulturlandschaft-moritzburg.de oder 035207 - 8540
ab 17 Uhr: Resümee bei Kaffee, Kuchen und Picknick mit der Gruppe "Papiergeflüster"
ab 19 Uhr: Mit Pauken und Trompeten - musikalischer Abschluss mit der Big Band Moritzburg und Bassbariton Florian Hartfiel (Gesang)
Die Big Band Moritzburg ist ein Zusammenschluss musizierbegeisterter Jugendlicher und Erwachsener.
Aus Liebe zu Papier und Schrift hat sich in Dresden um die Kalligrafin Marí Emily Bohley die Gruppe "Papiergeflüster" zusammengefunden, die sich nun schon seit ca. 20 Jahren regelmäßig trifft. Neben Kursen bei Marí Emily Bohley besuchten die Beteiligten auch Kurse bei anderen nationalen und internationalen Kalligrafen. Hier erlernten sie klassische Schriften und freie Gestaltung mittels kalligrafischer Elemente. Betreut von Marí Emily Bohley gibt die Gruppe seit 2007 auch einen Jahreskalender mit eigenen Arbeiten heraus. Die Gruppe möchte Handschrift als Kulturgut im öffentlichen Bewusstsein bewahren und die Freude an buchbinderischer Arbeit wie etwa die Gestaltung von Schachteln, Buchhüllen, handgebundenen Heften und Büchern oder Leprellos weitergeben.
Zu den Ausstellungsbeteiligten gehören:
Gudrun Dronia Hannelore Köhler
Jeannette Eckel Kerstin Lippold
Ina Gleinig Kerstin Mühl
Sabine Hänisch Ines Reinecke
Iris Herzog Ursula Schlesing
Birgit Hoffmann Susanne Schottmann
Karin Jäger Regina Schroda
Marion Knetsch Karen Zerna
geboren 1973 in Görlitz, aufgewachsen in Halle an der Saale, hegte schon immer den Wunsch Buchbinderin zu werden.
Aber der Aufbruch in die Freiheit 1989 brachte auch für sie eine Phase der Neuorientierung und Suche. Sie bereiste für sie bisher unerreichbare Regionen wie Marokko, Nepal, Tibet und Südamerika, studierte Philosophie, Kunstgeschichte und Sozialpädagogik, um am Ende doch zu ihrem ersten Berufswunsch, der Buchbinderei, zurückzukehren. Von 1996 bis 1999 studierte sie am Roehampton Institute London unter Ewan Clayton, Jen Lindsay und anderen Buchbinden und Kalligrafie. Danach eröffnete sie in Dresden ihr eigenes Atelier. In ihren Arbeiten und ihrer europaweiten Kurstätigkeit verbinden sich Kalligrafie und Buchbinden auf ganz eigene Weise:
"In der Kalligrafie, der Kunst des schönen Schreibens, geht es es mir wie im Leben - die hübsche Hülle allein reicht mir nicht. Eine kalligrafische Arbeit interessiert mich erst dann, wenn sie etwas Verborgenes enthält - eine Geschichte, Erfahrung oder Stimmung die man nicht durch den Textinhalt erfährt, sondern durch Duktus, eingesetztes Material und das nicht Erzählte, den weißen Raum. Ein schön geschriebenes Wort erregt Gefallen, aber ein Strich, der von Freude, Wildheit, Aufregung, Sehnsucht, Suche und verwirrenden Gefühlen erzählt, kann viel länger faszinieren.
Schönheit bedeutet für mich Lebendigkeit. Sie bleibt geheimnisvoll. Immer wieder gibt es etwas zu entdecken, was sich mit dem flüchtigen Blick nicht offenbart. Meinen Arbeiten liegt eine Geschichte oder Erfahrung zu Grund, die ich manchmal gar nicht in Worte fassen und nur durch die Kunst ausdrücken kann. Wenn es mir gelingt, ein Blatt, eine Collage oder eine Leinwand so zu gestalten, dass sie von meinen Gefühlen erzählt und doch ein kleines Geheimnis bewahrt, dann empfinde ich meine Arbeit als schön. Augustinus formulierte es so: 'Das Schöne ist der Glanz des Wahren.'"
Homepage: www.maribohley.de
Am Roten Haus, als Ort der Kunst, der Kultur und der gesunden Lebensart soll es gelingen, in vielfältiger Weise sinnbildliche Brücken zu bauen. Idyllisch in die Teichlandschaft von Moritzburg eingebettet, entwickelt sich hier eine Verbindung aus der Vergangenheit hin zur Gegenwart. Das um 1900 erbaute rote Badehaus und der markante Höhenzug am Südufer des Dippelsdorfer Teiches bestimmten einen Komplex von Zeichnungen und Gemälden der Künstler dieser Zeit. Vor diesem Hintergrund wurde das Rote Haus 2005 als Nachbildung des alten Badehauses errichtet.
Berühmt geworden ist der Ort durch die Künstlergruppe „Die Brücke“. In den Jahren 1905 - 1911 trafen sich die Brücke-Künstler Fritz Bleyl, Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner und Max Pechstein an den Moritzburger Teichen, um unbelastet von zivilisatorischen Zwängen zu arbeiten und zu entspannen. In dieser Zeit entstand eine Vielzahl an farbintensiven, lebendigen und eindrucksvollen Werken der Brücke-Künstler. Berühmte Werke wie „Das rote Badehaus“ und die „Drei Badenden am Teich“ von Max Pechstein zeigen Badeszenen des Moritzburger Sommeraufenthalts am Dippelsdorfer Teich. Der Begriff der expressionistischen Malerei und Grafik ist heute untrennbar mit den an den Moritzburger Teichen entstanden Werken der „Brücke-Gruppe“ verbunden.
Der Ort am Roten Haus, ein außergewöhnlicher Platz und verbunden mit einer besonderen Geschichte.
Im Rahmen des Projektes „Brücke-Weg Moritzburg“, ein im Jahr 2014 umgesetztes Projekt der Kulturlandschaft Moritzburg GmbH in Zusammenarbeit mit der
Brückegesellschaft Moritzburg e.V., hat sich das Rote Haus in Zukunft zu einem Kern- und Startpunkt für Führungen und Veranstaltungen zum Thema „Brücke in Moritzburg“ entwickelt.