Leuchtturm
 

Unweit des Fasanenschlößchens befindet sich eine Hafenanlage en miniature. Aber wozu wird hier im Binnenland ein Leuchtturm mit Mole gebraucht? Allein zur Unterhaltung, denn im 18. Jahrhundert diente das Areal zur Imitation von Seeschlachten mit eigens dafür gebauten Holzfregatten. Die kurfürstliche Gesellschaft amüsierte sich auf dem Land und zu Wasser an prachtvoll gestalteten Schauspielen und Hetzjagden, die wir heute als grausam ansehen würden.
Historischer Hintergrund für die Anlage des maritimen Ensembles war die Schlacht bei den Dardanellen im Jahre 1770. In der türkischen Meerenge, die im Altertum Hellespont hieß, besiegte die russische Flotte der Kaiserin Katharina die Große das Marineheer der Türken. Der Ausgang der Schlacht wurde in ganz Europa gewürdigt und bereits sechs Jahre später berichtete die sächsische Kurfürstin Anna Amalia von der ersten Fahrt auf den "Moritzburger Dardanellen".
 
Aufgrund der ungebrochen großen Nachfrage öffnet Sachsens einziger und zugleich Deutschlands ältester Binnenleuchtturm in diesem Jahr wieder regelmäßig seine Türen. Von Mai bis November haben Sie als Besucher an jedem Sonntag die Möglichkeit von 11:00 bis 16:00 (witterungsabhängig), Uhr den Aufstiegen zu wagen. Dabei erfährt man viel Wissenswerstes über Bau und Historie der außergewöhnlichen Hafenanlage und der umliegenden Kulturlandschaft.

Eintritt 3,00 Euro Kinder 1,00 Euro

 
 

 

 
 

 

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