BRÜCKE WEG in Moritzburg

 E. L. Kirchner:
Holzschnitt des Programms, 1906

Die Künstlergruppe BRÜCKE wurde am 7. Juni 1905 in Dresden von den vier Architektur-studenten bzw. -absolventen Fritz Bleyl, Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, und Karl Schmidt-Rottluff gegründet. Im Programm der Künstler-gruppe, die ihre prägenden Jahre seit der Gründung bis 1911 in Dresden verbrachte, heißt es:

„Mit dem Glauben an Entwicklung, an eine neue Generation der Schaffenden wie der Genießenden rufen wir alle Jugend zusammen, und als Jugend, die die Zukunft trägt, wollen wir uns Arm- und Lebens-freiheit verschaffen gegenüber den wohlangesehenen älteren Kräften. Jeder gehört zu uns, der unmittelbar und unverfälscht das wiedergibt, was ihn zum Schaffen drängt.“

Um die unmittelbare und unverfälschte Wiedergabe ihrer Motive zu erzielen, verließen die Künstler regelmäßig in den Sommermonaten die Stadt und suchten mehr oder weniger entlegene Landschaften auf, um ihre Fähigkeiten unmittelbar an und in der Natur zu schulen. Dabei waren die Aufenthalte in Moritzburg von besonderer Bedeutung für die Entwicklung der BRÜCKE-Kunst. Die Sommer der Jahre 1909 bis 1911 verbrachten Erich Heckel und Ernst Ludwig Kirchner in Moritzburg, im Sommer 1910 war auch Max Pechstein mit von der Partie.                                       

                                                                                                                                                                                            

Aus dem gemeinschaftlichen Leben und Arbeiten entstand in diesen Wochen ein gemeinsamer Stil – die Moritzburger Arbeiten dokumentieren am besten die zeitweilige künstlerische Gruppenidentität von Heckel, Kirchner und Pechstein, bevor die Künstler bald darauf getrennte Wege einschlugen.

Die Kulturlandschaft Moritzburg entwickelte sich seit dem Ende des 19. Jahrhunderts zu einem beliebten Ausflugsziel. Im Zuge der Erschließung durch die Kleinbahn im Jahr 1884 eröffneten in Moritzburg viele Hotels, Gasthöfe, Ausflugsrestaurants und Vergnügungslokale. 

Erich Heckel: Badende am Teich, 1910, Öl auf Leinwand

Betuchte Dresdner ließen sich im Ort Sommer- und Ferienhäuser errichten; es boten sich Möglichkeiten sowohl für die Sommerfrische mit einem Bad an den Teichen oder einer Schlossbesichtigung, als auch für Vergnügungen im Winter, in dem man auf den Teichen Schlittschuh lief oder eine winterliche Kutschfahrt unternahm. Sowohl inmitten dieser Attraktionen als auch fernab vom höfischen Glanz und touristischen Trubel fanden die Maler der BRÜCKE zahlreiche Motive, die sie in Skizzen, Zeichnungen, Druckgraphiken und Ölgemälden festhielten. Die wichtigsten „Schau-Plätze“ ihrer Arbeit möchten wir Ihnen mithilfe des BRÜCKE WEGES vorstellen. Diese Broschüre soll Ihnen die Orientierung erleichtern und weitere Informationen zu ausgewählten Standorten liefern. 

Mehr dazu erfahren Sie in Ihrer BRÜCKE WEG Broschüre, erhältlich in der Tourist-Information Moritzburg.

 

 

 

 

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